12-03-2013 (Kommentare: 0)

Erfahrungsaustausch der Klimaschutzbeauftragten der kreisangehörigen Städte und Gemeinden am 08. März 2013 im Lüdenscheider Kreishaus

Pressemitteilung des Märkischen Kreises:

Am Freitag trafen sich die Klimaschutzbeauftragten der Städte und Gemeinden im Lüdenscheider Kreishaus zu einem interkommunalen Informations- und Erfahrungsaustausch. Dieses Treffen war schon das Vierte, das die Kreisverwaltung organisiert hat. Dem Ziel, die Vernetzung mit den Städten und Gemeinden zu verstärken und kreisweite Kommunikationsstrukturen in Sachen Klimaschutz aufzubauen, sei man schon wieder ein gutes Stück näher gekommen, so Horst Peter Hohage, Fachdienstleiter Umweltschutz und Planung, in seiner Begrüßung.

Die Städte und Gemeinden haben den Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels als eine kommunale Aufgabe erkannt. Als regionale Einheiten können sie dazu beitragen, globale Emissionen zu verringern, die zu einer Veränderung klimatischer Bedingungen führen. Hierbei können sich die Städte und Gemeinden von der KommunalAgenturNRW helfen lassen. Simon Knur, der zum Beraterteam der Düsseldorfer Agentur gehört, informierte die heimischen Klimaschutzbeauftragten über Möglichkeiten der praktischen Unterstützung. Mit ihrem Know-how helfen die Fachleute der KommunalAgenturNRW beispielsweise bei der Erstellung und der Umsetzung von Klimakonzepten oder beraten zur Teilnahme am European Energy Award. Ziel sei es, so Simon Knur, das Engagement und die Verantwortung für den Klimaschutz und die Anpassung an die Klimawandelfolgen in den Kommunen zu fördern.

Ein Beitrag zum kommunalen Klimaschutz leistet auch das „Solardachkataster im Märkischen Kreis“. Die Serviceleistung, die von der Kreisverwaltung für die heimischen Städte und Gemeinden kostenlos bereitgestellt wird, informiert private und gewerbliche Gebäudebesitzer darüber, ob ihre Dachflächen für die Nutzung von Sonnenenergie geeignet sind. Markus Welz vom Fachdienst Geografische Informationssysteme vermittelte den Klimaschutzbeauftragten die praktische Anwendung des online-basierten Programmes.

Damit es für die Städte und Gemeinden einfacher wird, eine eigene CO2-Bilanz aufzustellen, informierte Petra Schaller, Klimaschutzbeauftragte des Märkischen Kreises, über die Fortschritte der kreisweiten Kohlendioxid-Datenerhebung. Auf Initiative des Kreises liefert die Deutsche Bahn AG jetzt CO2-Emmissionsinformationen für alle NRW-Kreise kostenlos an die Energieagentur. Dort werden die Daten dann aufbereitet und weiterleitet. Dieses Vorgehen wird den Erstellungsaufwand kommunaler CO2-Bilanzen in Zukunft verringern.

Von Erfahrungen auf dem Weg zur eigenen CO2-Bilanz berichteten Eva Niesler und Reinhard Voß von der Gemeinde Schalksmühle. Trotz begrenzter Ressourcen hat die Gemeindeverwaltung mit Unterstützung des Märkischen Kreises in kurzer Zeit einen großen Teil der Daten zusammengetragen. Eine solche Zusammenarbeit mache es für die Kommunen bedeutend einfacher, sich mit Hilfe des Zahlenmaterials einen Überblick über die CO2-Produktion zu verschaffen, so der Gemeindekämmerer.

Abschließend konnten sich die Teilnehmer auch schon einen weiteren Termin vormerken. Am 18. März lädt der Märkische Kreis im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Erneuerbare Energie“ zu einer Fachtagung „Sonnenenergie - Nutzungsmöglichkeiten“ ein. Das kostenlose Seminar, das um 16.00 Uhr im Lüdenscheider Kreishaus beginnt, richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit.

Fragen beantwortet Petra Schaller unter 02351/966-6361.

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