18-04-2016 (Kommentare: 0)

Klima, Konsum und andere Katastrophen

Ausstellung vor der Aula der Kreisverwaltung zeigt über 60 Karikaturen

(v. l.) Nicolas Witschorek (Mobilitätsmanager Kreis Höxter), Martina Krog (Klimaschutzbeauftragte des Kreises Höxter), Dr. Kathrin Weiß (Abteilung Umweltschutz und Abfallwirtschaft) und Florian Meisser ( Misereor)

Eine neue Ausstellung zeigt im Flur vor der Aula in der Höxteraner Kreisverwaltung insgesamt über 60 Karikaturen. Kritisch und mit beißendem Humor thematisieren sie den Klimawandel, übermäßigen Konsum und die Kehrseiten der Globalisierung. Noch bis zum 29. April sind die Bilder im Kreishaus zu sehen.

Schon der Name der Ausstellung – „Glänzende Aussichten“ – könnte sarkastischer kaum sein. Denn was die 39 Karikaturisten da gezeichnet haben, gibt auf den ersten Blick nur sehr wenig Anlass für Optimismus: Meere voller bunter Plastiktüten, ein mutierter Hase mit drei Ohren zwischen genmanipulierten Maispflanzen, ein Arzt, der sich eher um den „kranken“ Euro kümmert als um seine schwerverletzten Patienten.

Bissig, witzig, humorvoll, oft sarkastisch, aber nie mit dem erhobenen Zeigefinger setzt sich die Ausstellung mit aktuellen, aber auch zeitlosen Themen auseinander. Sie zeigt Absurditäten des Alltags wie etwa einen Mann, der eine Energiesparlampe in die Scheinwerferfassung seines riesigen Geländewagens schraubt – „um einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“ natürlich.

„Die Karikaturen halten den Betrachtern einen Spiegel vor und regen zum Nachdenken über das eigene Verhalten an. Man lacht zwar, aber irgendwann bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Das ist genau das, was die Ausstellung ausmacht“, erläutert Dr. Kathrin Weiß, Leiterin der Abteilung Umweltschutz und Abfallwirtschaft des Kreises Höxter.

Initiiert wurde die Ausstellung vom Bischöflichen Hilfswerk Misereor in Kooperation mit dem Erzbistum Bamberg. „Mit der Ausstellung möchten wir zeigen, dass die Konsequenzen des unreflektierten Konsums unserer Gesellschaft bereits heute besonders in den ärmeren Ländern der Welt spürbar sind“, sagt Florian Meisser, Bildungsreferent von Misereor. Im Anschluss an die Eröffnung vertiefte er in einem Workshop mit Auszubildenden des Kreises Höxter sowie der Städte Höxter, Marienmünster und Brakel die Themen der Ausstellung.

Zu sehen sind die gesammelten Zeichnungen während der Öffnungszeiten der Kreisverwaltung, montags bis donnerstags von 7.30 bis 16 Uhr und freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr. Beim Servicebüro können zudem Kataloge mit den ausgestellten Karikaturen für fünf Euro erworben werden.

 

Über Misereor

Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor e. V. (lat. misereor, ich erbarme mich) ist ein Hilfswerk der römisch-katholischen Kirche in Deutschland und hat seinen Sitz in Aachen.

Unabhängig von Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht und Religion setzt sich Misereor für die Menschen ein, denen das Recht auf ein Leben in Würde, Freiheit und ausreichender und gesunder Versorgung verwehrt bleibt. Die Arbeit basiert auf der Hilfe zur Selbsthilfe und unterstützt die Armen dabei, sich mit eigener Kraft aus Not und Ungerechtigkeit zu befreien. Misereor kooperiert mit einheimischen Partnerorganisationen, ist seit 1958 aktiv und engagiert sich in mehr als 104.000 Projekten in Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika.

Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten unter: www.misereor.de

 

Beitrag und Foto: Kreis Höxter

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