16-06-2016 (Kommentare: 0)

DStGB: Autostadt war gestern – Zukunftsstadt ist Fahrradcity

Pressemitteilung Nr. 18/2016 des DStGB - Bingen, den 15. Juni 2016

“Eine umweltfreundliche Mobilität wird in den Städten und Ge-meinden zum Standortfaktor. Auch ohne staatliche Subventionen erobert das Fahrrad, insbesondere das E-Bike, zunehmend unsere Kommunen. Die Menschen erwarten, dass diese umweltfreundli-che Form der Mobilität mit einer entsprechenden Infrastruktur ge-fördert wird. Der einfache Fahrradweg ist längst von gestern. Heu-te arbeiten wir an Radschnellwegen, an Servicestationen, an Auf-ladeeinrichtungen für E-Bikes und noch mehr sicheren Abstell-möglichkeiten", erklärten Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Thomas Feser, Oberbürgermeister der Stadt Bingen anlässlich des 2. Deutschen Kommunalradkongresses heute in Bingen.

Mit der stetig wachsenden Fahrradkultur verändert sich das Gesicht der Städte. Das Fahrrad übernimmt als Lastenrad einfache Transportvor-gänge, die Kinder sitzen auf dem Weg zur Kita im Fahrradanhänger und selbst der Banker steigt gut gestylt auf sein Rennrad. Daraus ent- R “ Familie mit gleichem Hobby sehen und entsprechend mitei- -Sterne-Hotel wird der Radler nicht mehr schief angeschaut, wenn er vorfährt. Die Freude der Fahrradbewegung ist sicher auch darin begründet, dass jeder einzelne das gute Gefühl haben kann, einen Beitrag zum Umweltschutz, für die eigene Gesundheit und zur Reduzierung der Feinstaubbelastung zu leisten und als Vorbild für andere zu wirken.

Städte und Gemeinden sind gut beraten zu erkennen, dass dieser Trend nachhaltig sein wird und eine große Chance bietet, eine Stadt at-traktiv zu gestalten, um damit auch die Wirtschaftskraft zu erhöhen. Ähnlich wie in den 1970er-Jahren die ersten Fußgängerzonen kritisch ( v “) wird sich die Entwicklung zur Fahrradorientierung in den Kommunen durchsetzen. Unverzichtbar sind dabei Kooperationen mit Nachbargemeinden, den Kreisen, der Bahn, den ÖPNV-Trägern und der Wirtschaft. Daraus gilt es, ein Leitbild für den Fahrradverkehr zu entwickeln, das die verschiedenen Verkehrsmöglichkeiten (zum Bei-spiel auch die Fahrradmitnahme in Bussen und Bahnen und die Etab-lierung von Mietradstationen) miteinander verbindet. Die Vernetzung von Verkehrsmitteln ist gleichzeitig ein wichtiger Baustein zur Stärkung der Mobilität im ländlichen Raum.

"Die Kommunalpolitik sollte diese Herausforderung als Chance sehen und dabei deutlich auch die erforderliche finanzielle Unterstützung von Land und Bund einfordern", sagten Dr. Landsbergund Feser ab-schließend.

Der 2. Deutsche Kommunalradkongress in Bingen greift neben der Neupositionierung des Fahrrades für die Mobilität der Städte und Ge-meinden den notwendigen Erfahrungsaustausch zwischen den Kom-munen auf. An dem Kongress nehmen Vertreter aus Kommunen, sowie Experten aus der Wirtschaft und von Verbänden teil. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund setzt mit dem Kommunalradkongress ein wichtiges Zeichen für die Entwicklung der Mobilität in Städten und Ge-meinden. Dabei wird er unterstützt von seinen Kooperationspartnern, namentlich vom Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz, dem Städtetag Rheinland-Pfalz und der Stadt Bingen am Rhein als Gastge-berin.

Pressemitteilung Nr. 18/2016 des DStGB - Bingen, den 15. Juni 2016

 

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